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Vom Zinken und Zaubern

Das Projekt begann für uns an einem sonnigen Sommertag in den prunkvollen Räumen des Altenburger Schlosses. Für genau diesen Ort wurde eine neue Sonderausstellung über Karten-Zauberkunst vorbereitet und wir hatten die Gelegenheit, die Ausstellungsgestaltung in diese hochherrschaftlichen Gemächer zu bringen.

Ausstellungsgestaltung

Ein Projekt von Nele Schacht und Melissa Harms

Das Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg hat ein treues Stammpublikum. Familienfreundlich sollte die Gestaltung also sein, aber gleichzeitig modern genug, um auch ein überregionales Publikum anzuziehen. Und dann diese Räume. Jeder für sich schon ein fertiges Kunstwerk, auch ganz ohne Inneneinrichtung. Eine der wichtigsten Fragen lautete daher: Wie bringt man Farbe und Inhalte angemessen in ein solches historisches Umfeld hinein?

Zuerst entwickelten wir ein Keyvisual, denn bevor eine Ausstellung besucht wird, muss sie beworben werden.
Der Kunde wünschte sich keinen naheliegenden Zauberkunst-Look in mystischem Rot und Schwarz, sondern einen moderneren Ansatz. Außerdem sollte neben dem klassischen „Ist das deine Karte?“-Thema auch die Handwerkskunst Cardistry eine gleichbedeutende Rolle spielen – eine Art Tanz zwischen Händen und Spielkarten.

Zu diesem Thema entstanden einige Skizzen, aber es war schnell klar, welches Motiv sich am besten als Keyvisual eignen würde.

Die Hände stoppen hier kurz in der Bewegung, um die Karten auf eine besondere Art zu präsentieren. Der fließende Ablauf wird durch Bewegungslinien sichtbar.

Um das zentrale Motiv herum ordnen sich Textelemente und Weißraum, um die Gestaltung spannungsvoll auszubalancieren.

Die gewählten Farben leuchten klar und harmonisch.

Um den Kunden restlos von unserem favorisierten Farbraum zu überzeugen, mussten wir allerdings noch mehr Varianten aufmachen, bevor die endgültige Entscheidung fallen konnte.

Danach entstanden neben dem Plakat noch weitere Kommunikationsmittel.

Und dann begann die Gestaltung im Raum. Mithilfe eines Grundrisses und Wandabwicklungen behalten wir das große Ganze im Blick.

Die fertigen Layouts wurden größtenteils auf Stellwände foliert. Um auch ein internationales Publikum zu erreichen, sind alle Texte zweisprachig gesetzt.

Jedes Detail ist wichtig.

Seinen Abschluss fand das Projekt für uns am ersten Advent zur Vernissage im Bachsaal des Schlosses.

Fotos der Ausstellung: Philipp Hort, 2025
Ausstellung „Vom Zinken und Zaubern – Die große Kunst der Kartentricks“, Spielkartenmuseum im Residenzschloss Altenburg

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