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Vom Zinken und Zaubern

Das Projekt begann für uns an einem sonnigen Sommertag in den prunkvollen Räumen des Altenburger Schlosses. Für genau diesen Ort wurde eine neue Sonderausstellung über Karten-Zauberkunst vorbereitet und wir hatten die Gelegenheit, die Ausstellungsgestaltung in diese hochherrschaftlichen Gemächer zu bringen.

Ausstellungsgestaltung

Ein Projekt von Nele Schacht und Melissa Harms

Das Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg hat ein treues Stammpublikum. Familienfreundlich sollte die Gestaltung also sein, aber gleichzeitig modern genug, um auch ein überregionales Publikum anzuziehen. Und dann diese Räume. Jeder für sich schon ein fertiges Kunstwerk, auch ganz ohne Inneneinrichtung. Eine der wichtigsten Fragen lautete daher: Wie bringt man Farbe und Inhalte angemessen in ein solches historisches Umfeld hinein?

Das große Ganze behalten wir mithilfe eines Grundrisses und Wandabwicklungen im Blick.

Die fertigen Layouts wurden größtenteils auf Stellwände foliert. Um auch ein internationales Publikum zu erreichen, sind alle Texte zweisprachig gesetzt.

Blick nach rechts im ersten Ausstellungsraum. Vor einer Texttafel steht ein Pokal in einer Vitrine sowie ein Medientisch.
Blick nach links im ersten Ausstellungsraum. An allen drei Wänden befinden sich Texttafeln und Ausstellungsstücke.
Blick aus dem ersten Ausstellungsraum in den zweiten Raum. In der Mitte des zweiten Raums steht eine Vitrine mit einem historischen Kartendegen.
Blick quer durch den zweiten Ausstellungsraum. Neben der mittleren Vitrine gibt es weitere Vitrinen und Texttafeln an den Wänden.

Jedes Detail ist wichtig.

Ein kleiner, rosafarbener Tisch in Herzform. Auf dem Tisch ist ein Buch befestigt.
Blick in den dritten Ausstellungsraum. In den Fensternischen befinden sich Texttafeln und in der Mitte des Raumes Vitrinen mit Ausstellungsstücken.
Detail im dritten Ausstellungsraum. Vor einer Texttafel stecken drei Personen die Köpfe zusammen, um einen Kartentrick zu lernen.
Detail im dritten Ausstellungsraum. Eine Person sitzt vor einer Texttafel an einer Medienstation.

Seinen Abschluss fand das Projekt für uns am ersten Advent zur Vernissage im Bachsaal des Schlosses.

Im Bachsaal des Schlosses steht Kurator Toni Krause an einem Rednerpult und hält seine Eröffnungsrede zur Ausstellungseröffnung.

Schriften und Farben in der Ausstellungsgestaltung waren im Vorfeld schon anhand von einem Keyvisual bestimmt worden, das auch auf dem Plakat und in anderen Kommunikationsmitteln seinen Einsatz fand.

Der Kunde wünschte sich keinen naheliegenden Zauberkunst-Look in mystischem Rot und Schwarz, sondern einen moderneren Ansatz. Außerdem sollte neben dem klassischen „Ist das deine Karte?“-Thema auch die Handwerkskunst Cardistry eine gleichbedeutende Rolle spielen – eine Art Tanz zwischen Händen und Spielkarten.

Zu diesem Thema entstanden einige Skizzen, aber es war schnell klar, welches Motiv sich am besten als Keyvisual eignen würde.

Die Hände stoppen hier kurz in der Bewegung, um die Karten auf eine besondere Art zu präsentieren. Der fließende Ablauf wird durch Bewegungslinien sichtbar.

Um das zentrale Motiv herum ordnen sich Textelemente und Weißraum, um die Gestaltung spannungsvoll auszubalancieren.

Die gewählten Farben leuchten klar und harmonisch.

Plakat zur Bewerbung der Ausstellung.

Um den Kunden restlos von unserem favorisierten Farbraum zu überzeugen, mussten wir allerdings noch mehr Varianten aufmachen, bevor die endgültige Entscheidung fallen konnte.

Beleuchtetes Ausstellungsplakat an einer Bushaltestelle.

Danach entstanden neben dem Plakat noch weitere Kommunikationsmittel.

Programm-Flyer zur Ausstellung.

Fotos der Ausstellung: Philipp Hort, 2025
Ausstellung „Vom Zinken und Zaubern – Die große Kunst der Kartentricks“, Spielkartenmuseum im Residenzschloss Altenburg

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